Hang Tag, statt Vision Board-10 Dinge, die sich mir gezeigt haben

und vielleicht auch dir nützen können.

Ein Hang Tag aus Zeitschriftenfotos zum Thema Mein Weg zum Wesentlichen.

Zeitschriftenbilder als Impulsgeber

Hang Tag vs. Vision Board – eine andere Art, ins Jahr zu schauen

Ein Vision Board will oft Klarheit. Ziele. Richtung.
Es lädt ein, sich festzulegen – auf Bilder, Wünsche, Ergebnisse.

Doch was, wenn ich gerade nicht weiß, wohin genau es gehen soll?
Was, wenn ich mich nicht entscheiden möchte – oder nicht kann?
Was, wenn mein Jahr mehr Fragen als Antworten bereithält?

Genau hier beginnt für mich das Hang Tag.
Keine glatte Fläche, keine feste Ordnung, kein „So soll es werden“.
Sondern bewegliche Bilder, lose verbunden, offen für Veränderung, für Umsortierung.
Ein Sammeln statt Festlegen.
Ein Lauschen statt Planen.


Visionboards werden am Anfang eines jeden Jahres hoch gehandelt und sind ein gutes Mittel sich auf persönliche Vorhaben, Ziele und Wünsche auszurichten. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese großen Boards keinen Platz im Alltag finden, an der Wand nicht schön aussehen, im Inneren der Schranktür nicht halten wollen, oder die Liebsten zu Hause eben auch manchmal einfach keine Lust haben immer auf die Bilder der Anderen zu schauen. In den letzten Jahren habe ich gute Erfahrungen damit gemacht ein Board in meinem Visual Journal, oder Kalender zu erstellen, so konnte es mich täglich durchs Leben begleiten. Dieses Jahr fühlte sich das allerdings nicht so stimmig an, ich wollte auch keine konkreten Ziele visualisieren, sondern eher Leitplanken und Wegweiser entdecken, die mir als Führung dienen können, um ein erfülltes und kreatives Jahr 2026 zu leben. Komme, was da wolle. Krisen, Umbrüche, Neuausrichtungen und Blockaden inklusive.

Visionscollage im Kalender von 2024

Mein Kalender in 2026

Die Visionscollage befand sich im hinteren Teil, der für Notizen geplant war, auf der ersten Seite. So hatte ich die Collage im Laufe des Jahres regelmäßig vor Augen.

Der Weg zum Wesentlichen – oder: Refuse to choose

(frei nach Barbara Sher)

Es gibt immer viele Wege, um dort anzukommen, wo man hin möchte.
Und viele davon sind spannend – also muss auch ich nicht nur einen wählen.

Mit Schere und ein paar Zeitschriften habe ich mich an den Esstisch gesetzt.
Den Timer auf 15 Minuten gestellt.
Und begonnen, Seiten auszuschneiden und auszureißen: Bilder, Farben, Fragmente, die mich ansprachen. Die etwas in mir zum Klingen brachten.

Treasure Hunt – Schatzsuche nennt meine Lehrerin, die Psychotherapeutin und Visual-Journaling-Coach Lisa Sonora diesen Prozess.

Nach dieser ersten Phase habe ich feinjustiert.
Ausschnitte aus Bildern gewählt, anderes aussortiert.
Intuitiv. Spontan. Immer dem Bauchgefühl folgend.

Anschließend habe ich die Bilder gelocht und auf eine dekorative Sicherheitsnadel aufgefädelt – ein Ring oder ein Faden wären natürlich auch möglich gewesen.
So entstand mein Hang Tag.

Nachspüren statt festlegen

Im nächsten Schritt habe ich mir Zeit genommen, die Bilder noch einmal zu betrachten:
Was möchten sie mir sagen?
Was berühren sie in mir?
Welche Themen sprechen mich an?

Dafür habe ich mir weitere 15 Minuten geschenkt.

Beim Einsammeln der Schnipselreste entstand ganz nebenbei eine Farbpalette – so stimmig, dass ich sie vielleicht in meine Kunst dieses Jahres einfließen lassen werde. Natürlich, farbig, aber nicht zu bunt. Genau das mag ich.

farbschnipsel in waldgrün, himmelblau, koralle, grau und natürlichen Neutraltönen

Schnipselreste als Farbpalette

Und dann die Fragen:
Was habe ich entdeckt?
Was haben die Bilder gesprochen?
Welche Leitplanken für das Jahr 2026 haben sich mir gezeigt?

Ein spannender Vision-Board-Prozess – oder besser: ein Hang-Tag-Prozess – hat einige mir wichtige Themen zutage befördert.

Bilder aus Zeitschriften aufgefädelt, Sichtbar eine alte Pforte mit Überschrift der Weg zum Wesentlichen

Das Hang Tag

10 Leitplanken für mein Jahr 2026

1. Licht und Schatten

Gemeinsam sind sie wunderschön – und nur gemeinsam können sie bestehen.
Schwarz und Weiß, aber vor allem die Zwischentöne spielen auch in meinen Bildern eine große Rolle.
Leise Töne sind mein Revier.

2. Portale, Türen, Fenster

Alt und verschlossen wirkend – und doch voller Zauber.
Sie lassen sich öffnen, ich kann hindurchgehen.
Symbole für Wachstum, Veränderung, Neugier und Offenheit.

3. Draußen sein

Natur. Wildwuchs.
Der Himmel spiegelt sich in uns und in dem, was wir tun.
Grün. Die Tiefe und der Schutz des Waldes.

Meine eigene Waldhütte suchen? Vielleicht.
Waldspaziergänge? Sicher.
Oft ans Meer fahren? Unbedingt.

4. Lesen & Muße

Zeit für Information und Inspiration.
Städte und neue Orte mit Charme – langsam, bewusst, genießend.

5. Spuren & mystische Landschaften

Japanische Techniken.
Immer wieder Wellen und Wasser.
Farben im Flow.
Granatrot und Aquablau.
Warm-Kalt-Kontraste – Gegensätze, die sich anziehen und Kunst wie Leben spannend machen.

6. Walking in my own shoes

Weniger nach anderen schauen.
Mehr sammeln, was mir gefällt – Dinge, Erlebnisse, Ideen.
Sammeln und daraus etwas entstehen lassen. Vielleicht auch „falten“.

Und schon geht die Ideenmaschine wieder an:
100 Days of Folding?
Gefaltete Objekte? Papierbatik als Collagematerial?

Vielleicht.
Nicht jede Idee muss umgesetzt werden – das habe ich als Künstlerin gelernt.
Ideen geben Energie. Sie sind Freunde und ziehen weitere Ideen an.

7. Weichheit & Berührung

Weiche Dinge.
Hand auflegen.
Wärme spüren.

Jin Shin Jyutsu als Selbstfürsorge.
Weichere, natürlichere Materialien als Ausgleich zu glatten Bildschirmen.
Der Tastsinn ist ein hohes Gut.

8. Wonderment

Staunen und Verwunderung mehr Raum geben.
Materialien und Dingen Zeit lassen, sich zu entwickeln.
Kontrolle loslassen.
Den Druck nach Ergebnissen verabschieden.

Trust the process.
Denn Wunder geschehen immer wieder.

9. Leichtigkeit

Flügel.
Alles, was sich leicht anfühlt, genießen.
Dem Licht folgen – wie die Motten.

Den Ausblick genießen.
Ergebnisse würdigen.
Pausen zulassen. Große Pausen.

10. Gefühlen Ausdruck geben

Echt.
Ehrlich.

Vielleicht ist das das Wichtigste von allem.

Und du? Deine Leitplanken?

Was ist dir wichtig?
Was leitet dich durch dein Jahr oder die kommenden Monate?

Vielleicht möchtest du dein eigenes Hangtag gestalten und deine persönlichen Leitplanken entdecken.
Probiere es aus – und lass mich gern wissen, wie es dir dabei ergangen ist.

Wenn du diesen Prozess nicht alleine gehen möchtest:
Als Kreativitätstrainerin begleite ich dich gern –
online per Zoom oder offline hier in Elmshorn.

✉️ Schreib mir einfach, dann finden wir gemeinsam eine passende Möglichkeit.

Ich möchte mein eigenes Hang Tag
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