The Daily Artist’s Way-Meine Erfahrungen mit Julia Camerons Kreativprozess im Januar

Wie in meinem To-Want-Blogartikel für das erste Quartal 2026 zu lesen war, möchte ich täglich mit den vier Werkzeugen aus Julia Camerons Buch, der Weg des Künstlers arbeiten und ihr neuestes Buch „The Daily Artists Way als meinen Leitfaden nehmen. Intuitive Buntstift-Zeichnungen, die nach dem Bearbeiten der Journaling Impulse im Buch entstanden sind, haben mir zu weiteren Erkenntnissen und Aha-Erlebnissen verholfen. Sie sind mein eigenes fünftes Tool. Ganz abgesehen von der Entspannung und der Freude am Zeichnen ohne künstlerischen Anspruch. Visual Journaling mit einfachsten Mitteln. Buntstifte sind uns schließlich seit der frühen Kindheit vertraut und machen nicht so schnell Druck, dass etwas Herzeigbares, oder gar schöne Kunst entstehen soll.

Meine 5 Werkzeuge

  • Morgenseiten … gleich nach dem Aufstehen mit einer Tasse Tee 5-6 Seiten handschriftlich in mein A5 Journal eintragen, anstatt der vorgeschlagenen 3 Dina A4 Seiten, denn ich liebe es in einem Tagebuch zu schreiben, das auch gut auf meinen Nachttisch passt, falls ich im Bett schreiben möchte.

  • Künstlertreffs … einmal wöchentlich, alleine etwas entdecken, in Bastelläden stöbern, Materialien ausprobieren, in Ausstellungen gehen, ganz alleine und nur für mich.

  • Spaziergänge … zweimal wöchentlich 20 Minuten spazieren gehen. Ohne Hund, oder andere Begleitung. Die Umgebung wahrnehmen, Gedanken „lüften“. Ein Wundermittel für mehr Fokus und überraschende Gedanken, wie ich finde.

  • Um Führung bitten und die Antwort abwarten. Ich schreibe eine Frage an den Lieben Gott, oder das Universum, wenn ich irgendwo selbst nicht weiterkomme.

  • Zeichnung mit Buntstift. Ich habe im für den Anfang eine begrenzte Grundfarbenpalette von Holbein gewählt. Nur nicht bei der Auswahl der Farben zu sehr ins Denken kommen, war dabei meine Devise.

Im Januar begegneten mir 31 Themen auf meinem Artists Way. Jeden Tag ein anderes, aber nach vielen Jahren des Künstlerin-Seins alle zusammen doch sehr bekannt:

Eine Schachtel mit 12 Buntstiften

12 Buntstifte … für den Anfang mehr als genug.

1. Losgehen - Der erste kreative Schritt

Um losgehen zu können, muss ich wissen, wohin? Vielleicht nicht. Vielleicht reicht es, den ersten Schritt zu machen.

Mein Losgehen bedeutet: wieder den Weg der Künstlerin zu gehen. The Artist’s Way von Julia Cameron. Oder wie ich es nenne, meine Heroine Journey. Ich könnte mir endlos Gedanken machen, was genau dabei herauskommen soll. Aber worauf ich mich wirklich committe, ist etwas anderes: auf die Werkzeuge.

Seit Jahrzehnten greife ich zu den Morgenseiten, wenn ich einen kreativen Durchhänger habe, so auch jetzt im verschneiten, eiskalten Januar. Ich gehe den Weg des Künstlers meistens drei Monate lang – und jedes Mal geschieht Wandel. Diesmal möchte ich ein ganzes Jahr damit arbeiten. Ich bin gespannt, ob ich es schaffe. Ich weiß vorher nie, was sich verändern wird. Aber ich weiß: Es hilft.

Also committe ich mich erneut:

  • Täglich Morgenseiten schreiben

  • Einmal pro Woche ein Artist Date, also Künstlertreff mit mir selbst

  • Spaziergänge machen

  • Um Führung bitten – Gott, das Universum, die kreative Quelle

Zeichnung Pferdekopf-ähnlich

Zwischen Pegasus und Flügelpferd

Pegasus, Feuerpferd und kreative Energie

Wir haben 2026 das Jahr des (Feuer-)Pferdes – und in meiner Zeichnung taucht plötzlich Pegasus auf. Geflügelt. Inspirierend.

Pegasus steht für Freiheit und Inspiration. Das Feuerpferd für Tatkraft, Unabhängigkeit, Tempo und Ausdruckskraft.

Ein gutes Omen für mein erstes „The Daily Artist’s Way“-Jahr.

2. Kreative Blockaden - zurück zu meiner Natur

Kreative Blockaden kenne ich gut. Ab heute akzeptiere ich wieder: Kreativität ist meine wahre Natur. Eigentlich ist sie unsere aller Natur. Wir sind schöpferische Wesen.

Wenn ich mich blockiert fühle, helfen mir meine Techniken – vor allem die Morgenseiten. Sie bringen Bewegung hinein, ohne dass ich wissen muss, wohin die Reise geht.

Gerade jetzt weiß ich nicht genau, wohin sich meine Kunst entwickelt. Umso mehr brauche ich Unterstützung. Artist Dates und Morgenseiten führen mich zurück zu meiner inneren Stimme.

Blockaden lassen sich nicht bekämpfen. Aber mit Feuer und Flamme für mein Tun auflösen.

Zeichnung buntes blumiges Feuer

Mit Feuer und Flamme

3. Die leidende Künstlerin

Leide ich als Künstlerin? Nein. Ich leide nur, wenn ich nicht kreativ bin.

Und doch tauchen sie auf, diese alten Glaubenssätze:

  • Bin ich egoistisch, wenn ich Kunst mache?

  • Kann ich davon leben?

  • Ist das „richtige Arbeit“?

  • Sind Künstler nur Träumer?

Wie tief diese Überzeugungen sitzen.

Also formuliere ich neue:

  • Ich habe genug.

  • Ich bringe gute Energie in die Welt.

  • Ich trage Verantwortung.

  • Ich darf schöpferisch sein.

Denn ohne Künstler wäre eine Gesellschaft ärmer. Kunst schafft Räume für Träume, neue Perspektiven und Entwicklung.

Zeichnung mit abstrakter Figur, die ein Schutzschild hält

Den Weg ebnen, trotz Hindernissen

4. Die Kunst des Anfangens und Dranbleibens

Anfangen fällt mir leicht. Neue Projekte liebe ich.

Aber was wäre, wenn ich beständiger wäre?
Wenn aus dem Anfangsschub ein Fluss würde – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, aber kontinuierlich?
Ich bin gespannt, ob mir The Daily Artists Way dabei hilft.

In unserer eigenen Kreativität liegt ein sicherer Ort.
In meiner Zeichnung entstand genau das: ein innerer Raum der Sicherheit.

Kirche und Bäume als Symbol für Schutz

Sicher behütet und bewacht

5. Mich selbst Künstlerin nennen

Ja. Ich bin Künstlerin. Das kann ich heute sagen, ohne dabei rot zu werden.

Erlaubnisscheine („Permission Slips“), selbstgestaltete, oder offizielle Zeugnisse haben mir dabei geholfen.
Doch am meisten hilft mir das tägliche Tun – sei es noch so klein. Diese Selbstverständlichkeit.
Natürlich auch der Austausch mit anderen Künstlerinnen. Lernen. Lehren. Wachsen.
Und immer wieder auch die Aufmerksamkeit für Momente. Das Wahrnehmen und wach sein.

Daraus entstand eine Kreis-Zeichnung.

Mandala der Klarheit und Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit

6. Die Innere Künstlerin wiederfinden

Julia Cameron spricht vom Künstlerkind.
Heute feiere ich die Wiedervereinigung mit ihr.

Ich schreibe ihr:

Hallo, du Liebe!
Wollen wir Buntstifte anspitzen? Einfach zeichnen – nur um die Farben zu sehen?

Und sie antwortet:

Ja. Lass uns spielen.

Zeichnung Frauengesicht

Innere Künstlerin

7. Frivolität - oder einfach: Spaß

Frivolität klingt verboten. Aber sie bedeutet auch: Freude.

Was wäre heute frivol?

  • Eine Fußpflege mit Nagellack.

  • Eine kitschige Herz-Zeichnung.

  • Ein Artist Date nur so zum Spaß, vielleicht einfach nur herumkritzeln mit neuen Stiften?

Frei nach dem Motto: „Don’t call it ART. Call it happy.“

Herz mit Figuren, wie Kinderzeichnung

Das Herz sprechen lassen

8. Kreativität als Heilweg

Kreative Durchbrüche entstehen nicht durch Analyse, sondern durch Erfahrung.

Eine Woche im Prozess frage ich mich:

  • Habe ich Morgenseiten geschrieben? Ja.

  • Artist Dates gehabt? Ja.

  • Spaziergänge gemacht? Mit Hund ja – aber selten allein.

Vielleicht zählt ja heute auch:

Take a line for a walk (Paul Klee).

Wenn ich also nicht allein spazieren gehe, geht eben die Linie spazieren.

Zeichnung Medizinflasche

Meine Medizin

9. Prokrastination - Oder Aktion, statt Aufschub

Aufschieben versteckt Angst.

Wo schiebe ich auf?

  • Galerie auf meiner Website

  • Newsletter schreiben

  • Sichtbarkeit meiner Kunst

Ich habe viel im Stillen gearbeitet. Und nun ist daraus z.B. auch dieser Blogartikel und die Zeichnungen entstanden. Nicht alles muss sofort sichtbar sein.

Ich komme also weiter heraus aus meinem Schneckenhaus …

Zeichnung ein A wie ein Haus aus dem

Raus aus meinem Schneckenhaus!

10. Das Geschenk der Morgenseiten

„Das Geheimnis deiner Zukunft liegt in deiner täglichen Routine.“- Mike Murdock

Morgenseiten leeren den Kopf. Sie sind kein literarisches Werk, sondern ein Reinigungsritual. Chaos raus, Klarheit rein.

Ab heute erlaube ich mir auch Blödsinn zu schreiben. Vielleicht sogar neue Ideen – aber ohne Umsetzungsdruck.

Zeichnung einer Art Schneekugel mit blüten

Welt erblüht durch Morgenseiten

11. Künstlertreffs, auch Artist Dates genannt

Eins meiner Artist-Dates führte an mein Bücherregal, ein antikes Heft zum Thema Papierbatik fiel mir in die Hand.

Ich erinnerte mich sofort an ein wildes Farbtauchen als Mädchen. Eine Erinnerung, die mich berührte und inspirierte.
Ich schnappte mir ein feines Japanpapier, goss etwas Tusche in ein Näpfchen und tauchte gefaltete Papiere hinein …im Nu war eine Stunde vergangen und ich im fröhlichen Flow.

Zeichnung fröhlich bunter Hut

Artist Dates sind Happy Days, ich kann immer wieder verschiedene Hüte aufsetzen

12. Originalität - mal anders betrachtet

Wir wollen besonders sein.

Dabei sind wir es längst.

Ich erlaube mir deshalb unfertige Projekte wieder aufzunehmen, ohne dass ich mich mit anderen Künstlern vergleiche, z.B.

  • Intuitive Zeichnungen

  • Textile Arbeiten und Versuche

  • Meine Bildweberei

  • Abstrakte Tuschezeichnungen

Ich darf Dinge auch nur aus Freude tun. Weil sie mein Original spiegeln.

Zeichnung Flamme als göttlicher funke in uns

Kreativer Kern oder göttlicher Funke

13. Kreative Talente und Geschenke

Kreative Geschenke und Talente. Heute ehre ich mal meine Interessen und ziehe in Betracht, dass die Liebe zu einer Kunstform auch ein Zeichen dafür sein kann, dass ich selbst mit dieser Gabe beschenkt bin. Und es gab viele künstlerischen Formen, die mich bisher interessiert haben, die ich vielleicht auch noch nicht ausprobiert habe und gerne ausprobieren würde.

Einige davon habe ich hier in mein Journal geschrieben und plötzlich fällt mir ein, was möchte ich denn vertiefen oder was Neues möchte ich denn tun? Irgendwas mit Fäden. Fäden verbinden.
Woher auch immer ich diese Eingabe jetzt gerade erhalten habe.

Ich bin gespannt, was da kommen wird.

Zeichnung abstrakt Halbkreise wie Blueten

Viele Ideen sind erlaubt

14. Gehen - Bewegung bringt Einsichten

Ein 20-Minuten-Spaziergang im Schnee. Ohne Hund.
Und plötzlich kommt sie – eine neue Idee.

Bewegung öffnet Räume.
Seelenwohlgefühl.

Zeichnung Portrait mit Betonung auf Ohr

Die innere Stimme hören

15. Spirituelle Energie

Gott, oder spirituelle Energie. Wie auch immer wir es nennen wollen. Spüre ich die eigentlich manchmal? Diese Energie, dass da noch etwas Größeres, was anderes ist? Ja, das spüre ich oft. Vor allem im kreativen Schaffen mit anderen Künstlern, oder auch alleine.

Ich spüre vor allem: Ich darf schöpferisch sein und ich muss mir nichts erkämpfen. Ich habe die Unterstützung einer ganzen Welt, eines ganzen Stammes von Künstlerinnen, die schon da waren oder noch kommen werden. Ja, wie ein kleines Indianerdorf scheint mir dieses Feld und eine wunderbare Energie.

Zeichnung wie eine Indianerdorf mit leuchtender Energie- Künstlerstamm

Energie

16. Entmutigung, Mutlosigkeit, Zweifel

Sie alle gehören zum kreativen Prozess. Das weiß ich.
Ich muss mich nur erinnern, was ich schon alles erreicht habe. Schritt für Schritt. Alles gehört zu meinem Weg. Rückschläge und Fortschritte.
Kann ich denn auf irgendwas stolz sein? Ich bin stolz, dass ich schon bei so vielen Ausstellungen dabei war. Bin stolz, dass ich schon viele Bilder erschaffen und auch viele verkauft habe.
Bin stolz, dass Menschen Workshops bei mir belegen. „Ich bin stolz“! Das ist ein schwieriger Glaubenssatz, stolz sein auf meine bunte Vielfalt, das übe ich auf jeden Fall weiter!
Selbst auferlegte, oder anerzogene Grenzen darf ich auch wieder öffnen.
Flexibilität, Offenheit, Freiheit. Ja, auch künstlerische Freiheit sind große Werte für mich.

Zeichnung mit Vogel und summenden Farbflächen

Vielfalt macht Mut

17. Perfektionismus überwinden

Wenn ich nichts perfekt machen müsste, was würde ich denn dann tun? Das ist immer eine gute Frage. Wenn ich wirklich alles machen dürfte und es nicht perfekt sein müsste, was würde ich dann machen? Vielleicht Gedichte schreiben, vielleicht Ikebana lernen, ein Teehaus aufmachen, einen Rosengarten anlegen, eine Textilkünstlerin sein. Wer weiß, es gibt so viele schöne Dinge und nichts muss perfekt sein. Perfektionismus ist nie erreichbar. Ist eine Illusion. Wer kann mir schon sagen, was für mich persönlich perfekt ist, außer ich selbst? Gut genug für mich, das ist mein neuer Maßstab.

Zeichnung Kreis mit Spirale und farbigen Feldern

Unperfekt ist das neue Gut-Genug

18. Der Innere Kritiker

Der innere Kritiker. Ja, ich glaube, darüber muss man nicht so viel schreiben.

Den kennen wir alle. Eigentlich will er uns ja vielleicht nur beschützen, aber wir dürfen ihn auch gern in die Schranken verweisen. Und wenn wir ihm einen Namen geben, damit machen wir ihn schon halb so unheimlich und mächtig, wie er uns erscheint.

Meiner ist mir wohlbekannt als Fritz. Mein Ausbilder hieß so. Ja, der war leider sehr frustriert über sein Leben und wäre vielleicht auch lieber Künstler geworden, anstatt den elterlichen Handarbeitsladen zu übernehmen.
Vielleicht hatte auch er andere Träume, ich weiß es nicht.
Ich habe trotzdem viel von ihm gelernt, und bin dankbar dafür. Mein Wegweiser muss er aber nicht mehr sein. Genausowenig wie mein heutiger Innerer Kritiker. Ich höre ihm kurz zu, aber ich folge ihm nicht mehr. Ich bin mein eigener Stern. Manchmal erfüllt man die Erwartungen anderer nicht. Auch nicht die des Inneren Kritikers. Das ist normal und in Ordnung.

Auch wenn ich das weiß, falle ich natürlich ab und zu auf ihn rein. Doch dann erinnere ich mich an meinen Stern.

Zeichnung Kopf und Stern

Tschüss Innerer Kritiker

19. Morgenseiten sind Überzeugungskünstler

Morgenseiten bringen Themen immer wieder hoch.

Muster sind erkennbar. Morgenseiten schreiben und nichts verändert sich. Fast unmöglich.

Und welche Themen kommen bei mir immer?
Die Gesundheit meiner Tochter, Familienleben, meine Gesundheit, Jin Shin Jyutsu, die Frage nach dem nächsten richtigen Schritt, schlechter Schlaf, Kunstideen und die Suche nach der richtigen Kunstform. Träume, Bäume und Vögel, natürlich auch Ängste, Sorgen und Zweifel.

Alles morgens aufs Papier zu bringen, führt zu den mir wichtigen Dingen des Tages, macht den Kopf frei dafür. Morgenseiten verleihen mir Flügel.

Zeichnung Flügelpferde

Was beflügelt mich noch?

20. Die Quelle auffüllen

Künstlertreffs, aka Artist Dates füllen unser inneres Reservoir wieder auf, damit wir in unserer eigenen Arbeit nicht austrocknen, keine Ideen mehr haben oder blockiert sind. Wir saugen Bilder und Eindrücke auf.

Je regelmäßiger, desto besser. Heute fülle ich bewusst meine Quelle. Ich erlaube meiner inneren Künstlerin zu spielen.

Ich lasse mir was einfallen. Welche Ausstellung ist hier um die Ecke? Oder ich beschaue noch mal bewusst in einen Online-Kurs, den ich schon lange nicht mehr angeschaut habe und mache ein kleines Experiment. Was mache ich sonst noch gerne? Kunstbücher anschauen, Materialien sammeln, in den Wald oder an die Elbe gehen, Himmel und Strukturen schauen, Museen besuchen, Art-Journaling, zeichnen mit Buntstift- oder Wachskreiden, färben, stricken, Städte besuchen, in Hamburg herumlaufen und Leute beobachten, Blumenläden besuchen, mich mit anderen Künstlerinnen treffen und reden, Tee trinken, Frühstücken, Gedichte lesen.

Auf jeden Fall über den Tellerrand schauen und in Bewegung sein.

Zeichnung Mensch schaut über Mauer, oder rollt einen Stein weg

Viel zu sehen

21. Flow statt Blockade

Wo ist Flow?

  • Im Morgenritual

  • In Gesprächen

  • Im Zeichnen

Wo ist Blockade? Beim Geldverdienen mit Kunst. Bei neuer Werkreihe schaffen.

Also gehe ich kleine Schritte:

  • Newsletter schreiben

  • Ein Bild anbieten

  • Einen Workshop planen

Aktion statt Zweifel.

Zeichnung abstrakte Landschaft mit Fluss

FLOW finden

22. Prozess statt Ergebnis

In meinen Morgenseiten tauchen immer wieder dieselben Themen auf: Familie, Gesundheit, Kunst, Natur, Zweifel. Ich will oft direkt eine Veränderung sehen, feststellen können. Lösungen sehen.

Ich merke: Ich messe zu oft am Ergebnis.

Aber Flügel spüre ich im Prozess.
Beim Experimentieren. Beim Materialspiel. Beim Lernen.

Nicht erst beim fertigen Werk. In der Kunst, genauso wie in anderen Lebensbereichen.

Vertrauen und Sicherheit

23. Momentum beibehalten

Kreativität ist Bewegung.

Skizzieren. Träumen. Alte Arbeiten ansehen. Neue Ideen notieren.

Welche kleine Tat heute?

  • Tuscheversuche anschauen

  • Eine Zeichnung weiterführen

  • Einen Blogartikel weiterschreiben

Drei Schritte reichen.

Momentum

24. Die innere Künstlerin nähren

Heute habe ich ein Artist-Date veranstaltet.

Ich war mit meinem Mann (das soll man eigentlich ja nicht tun, zu zweit einen Künstlertreff machen, aber es war für mich trotzdem ein Artist-Date) in der Hamburger Kunsthalle und es war ganz wunderbar. Und daher folge ich jetzt Julia Camerons Vorschlag und schreibe meiner Inneren Künstlerin einen Brief mit der Frage, wie ich mich mit ihr verbinden, oder Kontakt aufnehmen kann.

Liebe Innere Künstlerin,

ich habe dich heute gespürt, während ich in der Hamburger Kunsthalle war. Anders Zorn Trauerbild hat mich berührt und nicht traurig gemacht. Seine Farbpalette inspiriert mich.
Die Farben von Louis Bourgeois‘ Stickereien und japanische Malerei mit ihrer Stille, dem Raum und der Präzision darin, haben mich an dich und deine Schaffensfreude erinnert. Ich hoffe, du fühlst diese Freude auch.

Wie kann ich denn mehr mit dir kommunizieren? Wie möchtest du mit mir Kontakt aufnehmen? Durch Zeichnen? Durch Schreiben? Durch Kerzenschein? Sag mir Bescheid, was für dich der beste Weg ist. Ich freue mich, von dir zu hören.

Viele Grüße

Antje.

Und als ich dann zeichnete, kam nach ein paar Sekunden plötzlich.
„Ich glaube, Zeichnen ist im Moment ein guter Weg“ als Antwort von meiner Inneren Künstlerin.

Zeichnung Turm in Landschaft mit bunten Flächen, wie Edelsteine unter der Erde

Welche Schätze nähren?

25. Die Kraft des an mich selbst glauben

Mit welchem Glaubenssatz bin ich aufgewachsen?

„Von Kunst kann man nicht leben.“

Heute wähle ich andere, da ich es immer wieder spüre und auch an meinen Kundinnen sehen kann.
Kunst ist Selbstliebe.
Kunst ist Selbstfürsorge.
Kunst schafft Selbstvertrauen.

Kunst bereichert das Leben!

Zeichnung rosa Lippe

Selbstliebe

26. Spaß - Fun first!

Kreativität heißt: experimentieren, Fehler machen, Regeln brechen – und Spaß haben.

Ideen habe ich viele:

  • Gestickte Serien

  • Webbilder

  • Collagebuch

  • Sumi-Ink-Skizzen

  • Textur-Experimente

  • Wachskreiden-Experimente

  • Papierfalten

Ich bin prozessorientiert. Das Entwickeln von dingen und Werken macht mir Spaß, und das ist gut so!

Zeichnung Blumen und Herz

Da geht’s zur Freude

27. Kreatives Spiel

Heute hatte ich erstmal keinen Platz für eine Zeichnung hier, klebe vielleicht eine extra Seite ein, weil mein Journal zu Ende geht. Das Thema heute:Kreatives Spiel.

 "Spiel ist, wo Kreativität und Spontanität sich die Hand reichen”, sagt Julia Cameron.

Fühle ich einen Widerstand nur zu spielen? Wenn ja, was wäre noch toll auszuprobieren? Stricken und eine Puppe aus Papier machen, Aquarellfarben selbst herstellen oder Tinten. Ich glaube, Spaßideen gehen mir wirklich nie aus.

Fürs Erste reicht aber die Inspiration aus der Ausstellung bei meinem Artist-Date in der Kunsthalle. Neue Farben. Statt der ganz bunten Buntstifte nun eine simple Zornpalette: ockergelb, karminrot, schwarz und weiß, kobaltblau nehme ich noch dazu, denn das habe ich auch in seinen Bildern entdeckt.

„Just doodle around“, kommt mir da in den Sinn es macht mir wieder viel Spaß so zu spielen!

Farbpalette weiß, rot, ocker, schwarz und kobalt

Zorn Palette

28. Zweifel zum Schweigen bringen

Durch stetiges Tun wird der Zweifel leiser.

Ein kleiner Schritt genügt.

Ich darf größere Schuhe anziehen. Großes Erträumen.

Zeichnung Schuh und Figur

Zu große Schuhe?

29. Entschlossenheit

Heute umarme ich mal meine Entschlossenheit. Ich erlaube mir, mich von ihr zu führen, führen zu lassen und meine kreative Reise weiter zu starten. Ein Versprechen, das ich meiner inneren Künstlerin machen kann, um ihr meine Entschlossenheit zu beweisen, ist, dass ich sanft meinen Weg weitergehe.

Sanft, aber stetig entwickle ich meine eigene Handschrift und nehme meine Vielseitigkeit im Selbstausdruck an. Ich segle kreativ durch stürmische Zeiten, schwimme notfalls gegen den Strom, aber bin in meinem Element. Ich verspreche, an The Daily Artist's Way dranzubleiben und erst wieder einen neuen kreativen Kurs zu buchen, wenn mir der Kurs wirklich das tanzende Gefühl wie oben beschrieben gibt, ich nicht einfach nur auf geschicktes Marketing reagiere, um mal wieder etwas Besseres als mein eigenes Tun zu finden. Entschlossen und bewusst zu reagieren. Ja, ich glaube, das ist ein Versprechen, das ich geben möchte.

Zeichnung abstrakte schwimmende Figur im Wasser

Entschlossen

30. Zeit für Erneuerung

Mein Jahresmotto: Stilles Erneuern.

The Daily Artist’s Way hat genau das getan.

Kleine Schritte:

  • Neue Farbe ausprobieren (Kakishibu)

  • Journalzeichnungen fotografieren

  • Wabi-Sabi-Collagen fortsetzen

  • Schwarz-Weiß weben

Vielleicht muss ich die „große Kunst“ gar nicht finden.
Vielleicht reicht es, im Prozess zu sein.

Ich fühle wieder dieses Kribbeln.
Dieses Gefühl von „Dancing in the Wind“.

Und ich weiß:
Wenn ich dieses Gefühl spüre, bin ich am richtigen Ort.

Mädchen tanzt Zeichnung

Tanz im Wind

31. Optimismus kultivieren - Zuversicht als innere Haltung

Optimismus kann man nicht genug kultivieren. Und ich meine damit keinen Zweckoptimismus, kein künstliches „Alles wird gut“, sondern eine tief verwurzelte, hoffnungsvolle Zuversicht dem Leben gegenüber.

Eine Haltung.

Gerade im kreativen Prozess – und besonders auf dem Weg mit The Daily Artist’s Way – ist diese innere Ausrichtung entscheidend. Kreativität braucht Vertrauen. Vertrauen in den Prozess, in das eigene Tempo, in das Noch-nicht-Sichtbare.

In meinem Journal habe ich drei ganz einfache Anker notiert:

  • Lachen

  • Rausgehen in die Natur

  • Unterstützung finden und Hilfe annehmen

So schlicht. Und doch so wirkungsvoll.

Ganz konkret sah das diese Woche so aus:

Ich habe mit meiner besten Freundin telefoniert und gemerkt, wie gut es tut, gehört zu werden. Gemeinsam ein Problem zu betrachten.
Ich habe meine Tochter angesehen – wie groß und selbstständig sie geworden ist – und tiefe Dankbarkeit gespürt.
Und ich habe immer wieder Visual Journaling gemacht.

Mein Kreativ-Journal ist längst mehr als ein Notizbuch. Es ist ein Helferlein. Ein Raum für Klärung, Trost, Ideen und stille Ermutigung. Dort finde ich Unterstützung, wenn ich sie brauche. Dort sortiere ich meine Gedanken und erinnere ich mich daran, dass ich nicht alleine bin. Daß mir meine Kreativität immer zur Verfügung steht.

Optimismus heißt für mich heute also:
Ich darf vertrauen.
Ich darf mich freuen.
Ich darf Hilfe annehmen.

Und ich darf davon ausgehen, dass mein kreativer Weg sich weiter entfaltet – Schritt für Schritt.

Mit Zuversicht.
Mit offenem Herzen.
Und mit diesem leisen, aber kraftvollen Gefühl: Es geht voran!

Zeichnung zwei Figuren lehnen sich aneinander

Gemeinsam

Mein erster Monat mit The Daily Artists Way war intensiv. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es ein ganzes Jahr in dieser Intensität weiterverfolgen kann, aber für den Februar committe ich mich neu, stehe zu meinem Versprechen und Plan.

Wenn dich interessiert, wie sich das Projekt weiterentwickelt und du dich inspirieren lassen möchtest, melde dich gerne zu meinem Newsletter an, da schreibe ich in Zukunft einmal im Monat darüber. Neue Ideen und Aktuelles gibt es natürlich auch dazu.

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